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Mit der Gründung des Abwasserzweckverbandes “Am Klosterwasser” im Jahre 1991 bestanden im Verbandsgebiet noch keine öffentlichen Kläranlagen bzw. Systeme zur Sammlung der Abwässer in den Orten der Mitgliedsgemeinden.
Als erste Anlage konnte mit staatlichen Förderungen die Kläranlage Burkau in den Jahren 1994 / 1995 errichtet werden.
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Die Kläranlage Burkau wurde als erste Anlage am 21.09.1995 öffentlich übergeben. Mit ca. 4200 EW zählt sie zu den größeren Kläranlagen des Verbandes. An die Kläranlage Burkau sind die Orte Burkau mit seinem Gewerbegebiet, Uhyst a.T. und Taschendorf angeschlossen.
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Das Einzugsgebiet Burkau besitzt eine Ost - West - Ausdehnung von 4,5 km.
Im Ort Burkau konnte durch die sinnvolle Kombination von Freispiegelleitungen, Druckentwässerung und Zwischenpumpstationen die Einbautiefen minimiert und damit Investitionskosten gespart werden.
Das Abwasser von Uhyst wird ebenso in einer Kombination von Freigefälle- und Drucksystem gesammelt und mit einem pneumatischen Pumpwerk über eine Druckleitung DN 80 bis zur Kläranalge gefördert.
Die Abwasserentsorgung in Taschendorf wurde als Druckentwässerung mit Schneidradpumpen ausgeführt. Es ist somit keine Zwischenpumpwerk bis zum Ortsnetz Uhyst notwendig.
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Die Kläranlage besteht aus den Bauwerken
- Rechenhaus, Kombinationsbecken (äußerer Ring Belebung, innenliegende Nachklärung), Rücklaufschlamm- pumpwerk, Auslaufmeßschacht, Schlammsilo (im Haus des Betriebsgebäudes integriert) Betriebsgebäude und eine (sehr kleine) Fäkalannahmestation.
Das Klärsystem ist eine mechanisch-biologische Kläranlage nach dem Prinzip des Belebtschlammverfahrens mit gemeinsamer Schlammstabilisierung.
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Die Kläranlage Jiedlitz konnte ebenfalls zum Ende des Jahres 1995 fertiggestellt werden.
Das Einzugsgebiet der Pflanzenkläranlage besteht aus den Orten Jiedlitz und Neuhof der Gemeinde Burkau.
Während in der Ortslage Jiedlitz das Abwasser ausschließlich im Freigefälle gesammelt und mit einem Pumpwerk der Kläranlage zugeführt wird, gibt es im Ort Neuhof wieder Kombinationen aus Freigefälle - und Druckentwässerungssystemen welche das Abwasser direkt bis zur Kläranlage transportieren.
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Die Pflanzenkläranlage besteht aus zwei Vorklärbehältern mit ca. 50 m³ Inhalt, dem eigentlichen Pflanzenbeet, welches aus mehreren Sand- und Kiesschichten aufgebaut ist und einem Ablaufschacht.
Die Beschickung der Anlage mit Abwasser erfolgt diskontinuierlich mehrmals am Tag.
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Ein wichtiger Schritt konnte mit Errichtung der dritten Anlage im Abwasserzweckverband “Am Klosterwasser” erreicht werden. Diese Anlage konnte mit Fördermitteln der Bereiche Wasser / Abwasser sowie vor Allem des Bereiches Wirtschaftsförderung in der Gemarkung Höflein, Gemeinde Räckelwitz errichtet werden.
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Die Kläranlage sollte ursprünglich zwischen den Orten Caseritz und Crostwitz entstehen, deshalb wurde in der Planungsphase zu dieser Anlage immer der Name “Kläranlage Caseritz” verwendet. Die Hochwasser des Frühjahres 1995 zeigten aber, dass der gewählte Standort hinter dem Ort Caseritz nicht optimal ist. Aus diesem Grund wurde die Kläranlage ca. 1000 m auf die Gemarkung des Ortes Höflein “verschoben”. Mit dieser Umplanung konnten zusätzlich Baukosten eingespart werden. Die Anlage konnte fast genau 2 Jahre nach der Burkauer Anlage am 19.09.1997 öffentlich übergeben werden.
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Die Kläranlage Höflein ist mit 5000 EW die größte Anlage des Verbandes.
Sie befindet sich im “Dreieck” der großen Orte Crostwitz, Panschwitz-Kuckau und Räckelwitz.
Im Einzelnen sind an die Kläranlage Höflein angeschlossen:
- die Orte Caseritz und Crostwitz der Gemeinde Crostwitz
- die Orte Alte Ziegelscheune, Jauer und Panschwitz- Kuckau der Gemeinde Panschwitz-Kuckau
- die Orte Höflein, Neudörfel, Räckelwitz, Schmeckwitz und Teichhäuser der Gemeinde Räckelwitz
- und der Ort Gränze der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal.
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Ein weiteres Merkmal dieser Kläranlage ist eine für diese Größenverhältnisse relativ “große” Fäkalannahmestation. Mit dieser Fäkalannahme können aus den noch nicht öffentlich erschlossenen Orten die Reststoffe und Schlämme der Kleinkläranlagen einmal im Jahr (oder wie in der Zukunft geplant - je nach Bedarf) angeliefert und behandelt werden. Für die Annahme der Fäkalien besitzt diese Kläranlage zusätzlich zu den 5000 EW eine Kapazität von 1500 EW.
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Die im Einzugsgebiet der Kläranlage Höflein angeschlossenen Orte werden, wie auch in Burkau und Jiedlitz, mit unterschiedlichen Abwassersystemen entsorgt.
In den Orten Crostwitz, Panschwitz-Kuckau, Höflein, Neudörfel und Räckelwitz sind wiederum sinnvolle Kombinationen aus Freigefälle- und Druckentwässerungssystemen zum Einsatz gekommen.
Im Gegensatz dazu werden die Orte Caseritz, Jauer und Schmeckwitz mit reinen Drucksystemen entsorgt und die Orte Alte Ziegelscheune, Gränze und Teichhäuser sind als Freigefälleentwässerungen ausgeführt.
Mit diesen unterschiedlichen Lösungen wurde für jeden Ort eine, entsprechend der jeweiligen geographischen Situation, optimale Art der Ableitung der Abwässer erreicht.
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Die Kläranlage Höflein ist in ihrer Bauweise ähnlich der Anlage in Burkau und besteht im Wesentlichen aus den gleichen Bauwerken. Erkennbare Unterschiede dieser Anlage sind die zwei offenen Schlammstapelbehälter und die schon erwähnte Fäkalannahme. Das System dieser Anlage ist ebenfalls eine mechanisch-biologische nach dem Prinzip des Belebtschlammverfahrens mit gemeinsamer Schlammstabilisierung.
Eine Besonderheit in der Kläranlage Höflein ist der Ausbau des Betriebsgebäudes zur Geschäftsstelle des Verbandes. Während der Planungsarbeiten wurde entschieden das notwendige Betriebsgebäude mit zwei Etagen zu errichten. Damit wurden in der unteren Etage die notwendigen Technikräume (Kompressorenraum, Werkstatt, Schaltwarte, Labor und sanitäre Einrichtungen) geschaffen und in der oberen Etage konnten die notwendigen Büroräume ihren Platz finden.
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Im Mai 2002 wurde im AZV “Am Klosterwasser” die Kläranlage für die nördlichsten Orte des Verbandsgebietes - Cunnewitz und Schönau - fertiggestellt. Im Rahmen der ländlichen Flurneuordnung konnten für die Kläranlage Schönau Fördergelder bereitgestellt werden.
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Die Kläranlage Schönau konnte am 25.11.2002 nach einer ca. einjährigen Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben werden.
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Die Kläranlage Schönau wurde in einer Ausbaugröße für ca. 740 EW für die Orte Schönau und Cunnewitz gebaut.
Die Sammlung der Abwässer in den Orten erfolgt, bis auf eine kurze Freigefällestrecke, im Wesentlichen im Druckentwässerungssystem. Die Wahl der Druckentwässerung liegt in der Geographie der Orte Schönau und Cunnewitz begründet. Beide Orte besitzen kaum Höhenunterschiede, haben eine relativ große flächenmäßige Ausdehnung und werden durch den Fluß “Klosterwasser” geteilt. Mit Einsatz dieses Systems der Abwasserentsorgung konnten die Investitionskosten minimiert werden (z.B. durch grabenlose Rohrverlegung) und es wurden keine zusätzlichen Überleitungspumpwerke oder Hebeanlagen benötigt.
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Das Funktionsprinzip der Kläranlage Schönau ist ähnlich das der Kläranlagen in Burkau und in Höflein, wenn auch sehr viel kleiner.
In dieser Anlage werden die Abwässer in einem “Mini” - Kombinationsbecken gereinigt und dem direkt vorbeifließenden Klosterwasser wieder zugeführt.
In den Räumen des Betriebsgebäudes befinden sich nur die notwendigen technischen Einrichtungen wie einen Rechen, der die zufließenden Grobstoffe entfernt, zwei Gebläse zur Belüftung des Belebungsbeckens und die für die Steuerung notwendigen Schaltanlagen.
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Im Frühjahr des Jahres 2005 konnte schließlich auch die fünfte öffentliche Kläranlage des Abwasserzweckverbandes “Am Klosterwasser” in der Gemarkung Ralbitz, in der Nähe des Naturschutzgebietes “Auenwald Laske”, fertiggestellt werden.
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Die Kläranlage bei Ralbitz wird in der Zukunft die nördlichen Orte des Verbandsgebietes entsorgen. Die Anlage hat eine Kapazität von ca. 1700 Einwohnerwerten und wurde für die Orte Laske, Naußlitz, Schmerlitz, Ralbitz, Rosenthal und Zerna der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal sowie für die Abwässer der Landfleischerei “Delany” Ralbitz gebaut.
Die Anlage und die öffentlichen Kanalisationen in den Orten Ralbitz und Naußlitz sind mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes und der Dörfer gefördert worden. Diese Mittel wurden durch das Amt für ländliche Entwicklung Kamenz ausgereicht.
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